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Suchen & Retten // USAR

Such- und Rettungseinsätze sind die erste Maßnahme der humanitären Hilfe nach Katastrophen, wie zum Beispiel Erdbeben. In kürzester Zeit nach Eintritt einer Katastrophe sind die Helfer von @fire unterwegs, um den Betroffenen vor Ort schnell zu helfen. Bei der Rettung Verschütteter ist jede gewonnene Minute wertvoll!

Der Schwerpunkt liegt hier besonders darin, Verschüttete in den Trümmern zu lokalisieren, sie zu retten und medizinisch zu versorgen. Hierzu hält @fire spezielle Ausrüstung bereit, die von Ortungsgerätschaften über Bergungsgeräte bis hin zu medizinischer Ausrüstung reicht. Unsere Helfer sind Spezialisten im Suchen und Retten von Verschütteten sowie der medizinischen Notversorgung. Unterstützt werden sie bei den Rettungsarbeiten durch speziell ausgebildete Suchhunde, welche mit ihrer feinen Nase wertvolle Hilfe leisten.

USAR = Urban Search and Rescue (englisch für "Suchen und Retten in bewohnten Gebieten")

Search Wochenende in Malchin

Search-Wochenende

In internationalen Einsätzen ist die Zusammenarbeit mit Einheiten aus anderen Ländern selbstverständlich. Damit die Abläufe im Ernstfall routiniert ablaufen sind internationale Trainings im Vorfeld unverzichtbar. Besonders für unsere Rettungshundeteams ist der internationale Erfahrungsaustausch durch gemeinsame Trainings mit unterschiedlichen Rettungshundeeinheiten wichtig.

Um den internationalen Austausch zu befördern lud @fire zum Search-Wochenende auf das Trümmergelände des BRH in Malchin. Dieses Gelände bot den Rettungshundeteams aus 5 Nationen die idealen Gegebenheiten um ihre zur Ortung von Verschütteten nach Erdbeben unerlässlichen Fähigkeiten weiter zu entwickeln.

Das Hauptaugenmerk des Trainings galt der Trümmersuche wobei verschiedene Suchaufträgen in verschieden Schwierigkeiten und Umgebungen absolviert werden mussten. So mussten die Hunde ihr Können beim Auffinden von verschütteten Personen zum Beispiel auf verschiedenen Baumaterialien, auf großflächigen oder sehr engen Schadstellen beweisen.

Highlight war für viele Teams das Abseiltraining. Welches in einem Trümmergebiet für das Überwinden von beschädigten Treppenräumen notwendig ist. Des weiteren wurden die Möglichkeiten und Grenzen der technischen Ortung mittels Geophon und Searchcam geschult. In einem Einsatz bilden Rettungshunde und Ortungstechnik gemeinsames die effektivste Möglichkeit bei der Suche von Verschütteten. Rettungshunde können durch Ihren sehr guten Geruchssinn die Witterung von Verschütteten aufnehmen und durch Bellen anzeigen. Abschließend erfolgt durch technische Ortubgsgeräte die genaue Positionsbestimmung des Verschütteten um diesem anschließend zielgerichtet retten zu können.

An den Abenden blieb noch genügend Zeit um erworbenes Wissen in gemütlicher Runde mit den anderen Teilnehmern auszutauschen. @fire hat bereits für das nächste Jahr ein Einladung zu einem gemeinsamen Training nach Dänemark erhalten.

Info: @fire ist Mitglied der INSARAG (International Search and Rescue Advisory Group) und stellt bei Großschadenslagen eine Rettungskomponente USAR (Urban Search and Rescue) in den internationalen Einsatz. Abweichend vom „normalen“, nationalen Katastrophenschutz ist die besondere Autarkie: so muss das Team sieben Tage lang vollständig eigenständig ohne Nachschub arbeiten können.

@fire ist Mitglied der Arbeitsgruppe „International Light“ im Rahmen der INSARAG, um die Erfahrungen aus dem Erdbebeneinsatz in Nepal umzusetzen: zusätzlich zu den Heavy und Medium Teams sollen auch hochmobile und flexible Light teams international agieren können.