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Suchen & Retten // USAR

Such- und Rettungseinsätze sind die erste Maßnahme der humanitären Hilfe nach Katastrophen, wie zum Beispiel Erdbeben. In kürzester Zeit nach Eintritt einer Katastrophe sind die Helfer von @fire unterwegs, um den Betroffenen vor Ort schnell zu helfen. Bei der Rettung Verschütteter ist jede gewonnene Minute wertvoll!

Der Schwerpunkt liegt hier besonders darin, Verschüttete in den Trümmern zu lokalisieren, sie zu retten und medizinisch zu versorgen. Hierzu hält @fire spezielle Ausrüstung bereit, die von Ortungsgerätschaften über Bergungsgeräte bis hin zu medizinischer Ausrüstung reicht. Unsere Helfer sind Spezialisten im Suchen und Retten von Verschütteten sowie der medizinischen Notversorgung. Unterstützt werden sie bei den Rettungsarbeiten durch speziell ausgebildete Suchhunde, welche mit ihrer feinen Nase wertvolle Hilfe leisten.

USAR = Urban Search and Rescue (englisch für "Suchen und Retten in bewohnten Gebieten")

@fire übt die Koordinierung humanitärer Hilfe

Zwei Mitglieder von @fire haben Anfang Juli in Österreich an einem Stabsunterstützungskurs der INSARAG (International Search and Rescue Advisory Group) unter dem Dach der Vereinten Nationen teilgenommen.

Dort wurde die Koordinierung humanitärer Hilfe nach einem schweren Erdbeben in einem sogenannten OSOCC (On-Site Operations Coordination Center / Vor-Ort-Einsatz-Koordinierungszentrum) geübt. Das OSOCC ist ein Stab, der bei schweren Katastrophen vor Ort im betreffenden Land von den Vereinten Nationen eingerichtet wird, um im Abstimmung mit den lokalen Behörden die internationale Hilfe zu lenken. @fire muss als Such- und Rettungsteam gemäß den INSARAG-Richtlinien in der Lage sein, als ersteintreffende Hilfsorganisation in einem Katastrophengebiet einen solchen Stab übergangsweise einzurichten und zu betreiben. Mit der Teilnahme an diesem Training auf dem steiermärkischen Truppenübungsplatz Seetaler Alpe, an dem rund 25 Teilnehmer aus aller Welt teilnahmen, bereitet sich @fire auf diese Verantwortung vor.

Fit für den Auslandseinsatz: @fire übt den Ernstfall

Nach monatelangen Vorbereitungen war es am vorletzten Juliwochenende soweit: @fire hielt im Osnabrücker Raum eine drei Tage währende USAR-Übung (Urban Search and Rescue) ab, an der auch Gäste aus Thailand und Irland teilnahmen.

Simuliert wurde dabei ein kompletter Auslandseinsatz nach einem starken Erdbeben. Die gesamte benötigte Ausrüstung wurde aufgeladen und in das fiktive Zielland gebracht. Dabei galt es auch, Zoll- und Grenzkontrollen zu passieren. Während die ersten Einsätze bewältigt wurden, bauten weitere Kräfte die so genannte „Base of Operations“ (eine Art Basislager) sowie den Führungsstab auf, um alle Maßnahmen koordinieren zu können.

Auf einem Trümmergelände in Wettringen sowie der Westfalenhütte in Dortmund wurden die Fähigkeiten der Teams gefordert. Aufgabe der Teams war es, die Situation vor Ort zu erkunden und einzuschätzen sowie verschüttete Bewohner mit Hunden und technischen Ortungsgeräten zu finden. Anschließend mussten die Vermissten durch die Teams gerettet und auch medizinisch versorgt werden. Hierbei wurde erstmals eine “Medical Field Unit” in Betrieb genommen, in der bis zu sieben Schwerverletzte parallel versorgt werden können.

Die Übung diente auch Vorbereitung für eine Klassifizierung durch die Vereinten Nationen. @fire ist eine von drei deutschen Organisationen, welche Mitglieder der INSARAG (International Search and Rescue Advisory Group) unter dem Dach der Vereinten Nationen sind und sich somit zur Einhaltung strenger Qualitätsrichtlinien verpflichtet haben.

gemeinsame Übung mit österreichischen Such- und Rettungsspezialisten

Bei einer gemeinsamen Ausbildung Anfang April übten die süddeutschen Mitglieder von @fire gemeinsam mit Kollegen der österreichischen Such- und Rettungseinheit SARUV. Schwerpunkt des Kurses war das Errichten verschiedener Arten von Abstützungen, welche dem sicheren Vorgehen beim Suchen und Retten von Verschütteten dienen. Hierbei werden geschwächte Gebäudeteile und Trümmerstrukturen gesichert und somit die Gefahr eines (weiteren) Einsturzes, zum Beispiel durch Nachbeben, reduziert.

Der Austausch und das gemeinsame Üben mit anderen Rettungseinheiten, wie SARUV, ist ein wesentlicher Bestandteil der internationalen Hilfe, da die Retter auch in Katastrophengebieten vor Ort eng zusammenarbeiten.