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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

Workshop

Die Naturstiftung-David hat gemeinsam mit der Heinz-Sielmann-Stiftung am 12.04.2018 einen Workshop zum Thema „Brandpflege auf munitionsbelasteten Oberflächen“ durchgeführt. Veranstaltungsort war Neuglienicke und die Kyritz-Ruppiner-Heide in Brandenburg. Dieser ehemalige Truppenübungsplatz wird von den Bundesforsten verwaltet, die dort jährlich große Heideflächen abbrennen.

Durch das Brennen wird eine Wiederbewaldung der Heideflächen verhindert und deren biologische Vielfalt gefördert. Besonderes Problem ist die sehr hohe Kampfmittelbelastung. In weiten Teilen des ca. 12.000 Hektar großen Gebietes besteht Betretungsverbot.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesforstbetriebs Westbrandenburg haben eine hohe Professionalität für das Abbrennen dieser Flächen. Jährlich werden 50 bis 200 Hektar überalterte Heideflächen kontrolliert abgebrannt. Die Vorbereitungen dafür dauern ein Jahr! Schwerpunkt des Workshops waren die Durchführung und die Vorteile dieser Maßnahmen. Während der Exkursion konnten wir uns von den guten Ergebnissen, zum Erhalt der Flora und Fauna überzeugen.

Teilnehmer waren neben Forstfachleuten und Naturschützern auch 3 Mitglieder von @fire. Wir unterstützen seit vielen Jahren Forstwirtschaft und Naturschutz mit kontrollierter Brandpflege.