Sechs Feuerwehr­fahr­zeuge star­te­ten am Donners­tag von der Messe Inters­chutz in Hanno­ver aus in Rich­tung Ukraine. Nieder­sa­ch­sens Innen­mi­nis­ter Boris Pisto­rius verabs­chi­e­dete den Konvoi, der am Woche­nende die polnisch-ukrai­nis­che Grenze errei­chte. Dort konn­ten die drin­gend benö­tig­ten Einsatz­fahr­zeuge an die Feuerwehr­kräfte aus den Regi­o­nen Kyiv und Tscher­nobyl über­ge­ben werden.

Bei den Lösch­fahr­zeu­gen - ein Lösch­grup­pen­fahr­zeug (LF) 8, drei LF 8/6, ein Tanklös­ch­fahr­zeug (TLF) 16/25 und ein TLF 24/50 - handelt es sich um ehema­lige Einsatz­fahr­zeuge der Feuerweh­ren Bohmte (NI), Ochtrup (NRW), Mors­bach (NRW), Strau­be­nhardt (BW), Strau­bing (BY) und Ster­nen­fels (NRW). Sie wurden von den jewei­li­gen Kommu­nen und einer Privat­per­son gespen­det und überführt, um die Feuerwehr­kräfte vor Ort bei ihrem pausen­lo­sen und lebens­gefähr­li­chen Einsatz zu unterstüt­zen. “Wir bedan­ken uns bei allen Spen­dern und Unterstüt­zern”, so Team­lei­ter Patrick Kaminsky. “Die Fahr­zeuge kommen dort an, wo sie drin­gend benö­tigt werden.” Auch wenn ein Fahr­zeug einen Pannens­cha­den erlitt und vorerst bei einer polnis­chen Feuerwehr unter­ges­tellt werden konnte. “Hier­bei zeigte sich wieder der Zusam­me­nhalt der weltwei­ten Feuerwehr­ge­meins­chaft”, so Kaminsky.

Mehr als 1.300 Feuerwehr­fahr­zeuge wurde seit Kriegs­be­ginn in der Ukraine zerstört. Rund 600 Fahr­zeuge wurden von Feuerweh­ren und Orga­ni­sa­ti­o­nen bereits gespen­det. Seit dem Woche­nende sind es sechs Fahr­zeuge mehr. Es ist der vierte Fahr­zeug­trans­port, den @fire gemein­sam mit den Initi­a­ti­ven #WeAre­Al­lU­krai­ni­ans und Alliance4Ukraine in die Ukraine orga­ni­si­ert. Insge­samt steigt die Zahl der überführ­ten Fahr­zeuge damit auf 20.

Seit Beginn des Krie­ges leis­tet die inter­na­ti­o­nale Hilf­sor­ga­ni­sa­tion @fire auf vers­chi­e­de­nen Wegen huma­nitäre Hilfe. Der @fire-Stab ist seit­dem pausen­los im Einsatz, um die Lage zu beoba­ch­ten, Hilf­san­ge­bote und Sachs­pen­den zu koor­di­ni­e­ren und sich mit zahl­rei­chen Part­ner auszu­taus­chen. Gemein­sam mit den Initi­a­ti­ven #WeAre­Al­lU­krai­ni­ans und Alliance4Ukraine konn­ten bereits zwan­zig Feuerwehr- und Rettungs­fahr­zeuge in die ukrai­nis­che Haupts­tadt Kyiv und in die Region Tscher­nobyl überführt werden. Bei einer gemein­sa­men Hilf­sak­tion mit der Osteu­ro­pahilfe, Brands­chutz­te­ch­nik Müller, Jola Rent und Heavy Rescue Germany konnte @fire 40 Tonnen Feuerweh­rausrüs­tung in die Ukraine brin­gen. 120 Palet­ten mit Schutz­klei­dung, Helme, Stie­fel, Stro­mer­zeu­ger, Pumpen, Schläu­che, Rettungs­geräte, Zelte, Hebe­kis­sen, Trenns­ch­lei­fer und Perso­nen­do­si­me­ter wurden von Privat­per­so­nen, Feuerweh­ren und Firmen gespen­det. Ein dreiköp­fi­ges Asses­s­ment-Team hatte in Zusam­me­nar­beit mit der Björn Stei­ger Stif­tung, dem Insti­tute for Euro­pean Affairs (INEA), Veri­tas Ambu­lanz und den örtli­chen Behör­den sieben Tage lang die huma­nitä­ren Bedarfe in der polnis­chen Grenzs­tadt Chelm ermit­telt. Im Nati­o­nal­park Schwarzwald und in Wegberg bei Mönchen­glad­bach wurde der Aufbau von Flüch­tling­sun­terkünf­ten unterstützt.

Spen­de­nan­ge­bote von Ausrüs­tung sowie Feuerwehr- und Rettungs­fahr­zeu­gen können per E-Mail an spenden-​ukraine@​at-​fire.​de geri­ch­tet werden. Über die Spen­den­platt­form Better­place kann die Arbeit von @fire auch finan­zi­ell unterstützt werden.