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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

Einsatz am Schwarzenberg (Kiefersfelden, Landkreis Rosenheim)

WFF

Schwarzenberg. Auf Anforderung der Einsatzleitung des Landkreises Rosenheim unterstützte @fire die Löscharbeiten mit Schlauchmaterial und Mannschaft.

Nach lang anhaltender Trockenheit wurde am Donnerstag, den 9. August um 10:30 im Bereich der Ramsauer Alm am Schwarzenberg (Nähe Kiefersfelden, Landkreis Rosenheim) ein Vegetationsbrand gemeldet. Im weiteren Verlauf wurde um 16:00 der Katastrophenfall ausgelöst, der Brand weitete sich auf ca. 10 Hektar aus. Durch die Lage am Steilhang war ein Einsatz von bodengebundenen Kräften kaum möglich.

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Firecamp in Eiselfing

WFF

Eiselfing. Am vergangen Wochenende veranstaltete @fire wieder sein nun schon im dritten Jahr standfindendes Firecamp im südbayerischen Raum. @fire war wie die Jahre zuvor wieder zu Gast in Eiselfing im Landkreis Rosenheim. Schwerpunkt des diesjährigen Firecamps war neben der Ausbildung neuer Einsatzkräfte u.a. die Fortbildung beim kontrollierten Feuereinsatz zur Brandbekämpfung. Sehr große Wald- und Vegetationsbränden können oft nur durch den Einsatz von, Gegen- oder Vorfeuern unter Kontrolle gebracht werden und diese Art der Brandbekämpfung stellt eine Spezialität von @fire dar.

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Ausbildung von Führungskräften der Feuerwehr Breisach am Rhein

WFF

Breisach. Am Samstag, den 28.07. war @fire mit 4 Ausbildern in Breisach am Rhein tätig, um die örtlichen Führungskräfte zum Thema Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung (WVB) zu schulen. Den Anfang machte eine 2,5 stündiger Theorieteil, der den Teilnehmern die Grundlagen, Sicherheitsregeln und die einfache taktische Waldbrandprognose näherbrachte. Im Anschluss wurden den Teilnehmern in einem kalten praktischen Teil die folgenden Punkte vermittelt:

  • Aufgabe und Funktion der zweckmäßigen persönlichen Schutzausrüstung am Beispiel @fire
  • Unterschiedliche Handwerkzeuge und deren Einsatzspektrum
  • Zielgerichteter Einsatz von Wasserrucksäcken
  • Pump and Roll Verfahren bzw. Raupentechnik
  • Vorstellung unterschiedlicher Armaturen und Strahlrohre
  • Schlauchmanagement mit Schlauchrucksack und Tragekörben

In diesem Teil der Ausbildung fand ein offener Austausch und Dialog mit den Teilnehmern statt. Die Ausbilder von @fire berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Einsatzequipment und gaben den Teilnehmern somit viele Ideen und Impulse für mögliche Ergänzungen oder Optimierungen mit auf den Weg.

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Warum man nicht einfach nach Schweden fahren kann

Schweden

Uns erreichen jetzt öfters Anfragen dieser Art: “Ich habe gehört in Schweden brennt es - ich würde da gerne helfen wollen!” Der Impuls zu helfen steckt in jedem Feuerwehrangehörigen - und das ist auch gut so. Aber gerade bei so großen Katastrophen wie derzeit die Waldbrände in Schweden reicht das “Helfen wollen” nicht aus - es kann sogar extrem gefährlich werden.

Zum Ersten muss Hilfe koordiniert sein. Jeder, der schon einmal den schwallartigen Einfall überörtlicher Hilfe bei einem Großbrand erlebt hat, weiß dies. Auf europäischer Ebene bedeutet dies:

  1. Das betroffene Land fordert Hilfe bei der “Leitstelle” der EU in Brüssel an (ERCC).
  2. ERCC fragt die Ressourcen bei den EU-Mitgliedsstaaten ab.
  3. Die Mitgliedsstaaten geben an, was sie entsenden können und was das kostet.
  4. ERCC leitet das an den anfordernden Staat an, dieser entscheidet was er benötigt.

Und damit nicht alle Mitgliedsstaaten selber zusammengewürfelte Kontingente anbieten, die dem Anforderer erklärt werden müssen, gibt es vordefinierte Einheiten: Die EU-Module. Für den Waldbrandbereich gibt es hier das Modul Waldbrand/Flugzeuge (FFFP), Waldbrand/Fahrzeuge (GFFF-V) und Waldbrand/Mannschaft und (GFFF). Anbei der Stand von 2014. Wie man sehen kann, stellt Deutschland hier geplant nichts. Schade.

Schweden
Offiziell gemeldete Einheiten (Stand: 2014)

Zum Zweiten muss die Hilfe auch qualifiziert sein:

  • Entspricht die Einheit einem EU-Modul?
  • Ist das Personal für Großwaldbrände ausgebildet?
  • Ist das Personal mit entsprechender Schutzkleidung ausgestattet?
  • Sind der Führung die EU-KATS Abläufe bekannt?
  • Ist die Einheit auch autark (in Sachen Kraftstoff, Verpflegung, Unterbringung)?
  • Sind die Fahrzeuge für den Einsatz vor Ort geeignet?
  • Wie sieht die Verständigung mit den Einheiten vor Ort aus?

Um nur einige Punkte zu nennen.
Vereinzelt gibt es auch bilaterale Vereinbarungen von Nachbarstaaten, aber die spielen eine eher untergeordnete Rolle. @fire ist im Begriff, eine GFFF aufzustellen. Dies ist noch ein weiter Weg, aber wer tatsächlich im Ausland eingesetzt werden und dort auch effektiv helfen will, muss sich
a) diesen Regeln unterwerfen (für das nicht-europäische Ausland gelten dann wieder andere Regeln.) und
b) entsprechend qualifizieren, fortbilden und vorbereiten.
Das ist ein langer und mühsamer Weg - aber eben auch ein lohnender, zu dem wir Interessierte gerne einladen.

@fire-Waldbrandexperten stehen für Einsätze in Schweden und Griechenland bereit

WFF

Osnabrück (NI). Verheerende Waldbrände wüten derzeit in vielen Teilen Europas. Besonders in Schweden und Griechenland ist die Lage äußerst kritisch und aktuell gibt es keine Anzeichen für Entspannung. Beide Ländern sind am Ende ihrer eigenen Ressourcen angelangt und haben daher über den Europäischen Katastrophenschutz Hilfe angefordert.

Für Schweden sagen die Wetterdienste weiterhin hohen Temperaturen und ausbleibenden Niederschlägen für die nächsten Tagen voraus, was zu einer Verschärfung der Waldbrandgefahr führt. Erste ausländische Kräfte sind hier bereits seit Ende letzter Woche im Einsatz. In Griechenland, in der Umgebung von Athen sorgen neben den hohen Temperaturen von rund 40 Grad insbesondere der starke Wind für eine Verschärfung der Lage. Die Brände am und im unmittelbaren Ballungsraum bedrohen hier neben reiner Vegetation natürlich auch Siedlungen und Menschen.

@fire hat seine Hilfe angeboten und bereitet für beide Länder Einsatzoptionen vor. Durch die Spezialisierung auf Vegetationsbrandbekämpfung ist die deutsche Hilfsorganisation in der Lage für die jeweilige Einsatzsituation angepasste und ausgebildete Einheiten zu entsenden. Dies reicht von „HeliTac Crews“, kleinen Einheiten, die luftverlastbar, mit Hubschraubern eingeflogen werden können und die Löscharbeiten aus der Luft am Boden unterstützen, bis zu größeren, bodengebundenen Löschmannschaften. Konkret stehen die ehrenamtlichen Helfer derzeit mit einer HeliTac-Crew mit einem SuperPuma-Hubschrauber auf Abruf und ergänzen eine Einheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern, bestehend aus einem Löschzug aus dem Landkreis Rostock, sofern von Schweden eine weitere Hilfsanfrage gestellt wird.

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@fire unterstützt bei Waldbränden in Brandenburg

Waldbrand Storkow

Storkow (Mark) (BB). Zahlreiche Wald- und Flächenbrände fordern die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Storkow (Oder-Spree) seit Tagen. Gerade liegt ein 16-stündiger Großbrand hinter den ehrenamtlichen Brandschützern zurück. Das Feuer auf rund 100 Hektar Wald und Feld konnte in der Nacht zum Donnerstag gelöscht werden. Währenddessen stehen auf dem ehemaligen Truppenübungsgelände Lieberoser Heide nördlich von Cottbus weiter mehrere hundert Hektar in Flammen.

Da laut dem Deutschen Wetterdienst kein Regen zu erwarten ist, besteht auch weiterhin größte Waldbrandgefahr. Angesichts der Wetteraussichten und der nun gerade erst gestarteten Hochsommerwochen droht Brandenburgs Wäldern und Feldern wohl eine noch lange anhaltende Trockenheit. Auch die Feuerwehr Storkow rechnet in den nächsten Tagen mit weiteren Wald- und Flächenbränden. Gerade weil auch viele Landwirte eine Noternte vornehmen, viele Erntemaschinen überhitzen und nur noch hochentzündliche Stoppelfelder übrig bleiben.

Die Waldbrandexperten der Internationalen Hilfsorganisation @fire unterstützen daher die Feuerwehrkräfte in Storkow am Wochenende. Die speziell in der Waldbrandbekämpfung ausgebildeten und in internationalen Einsätzen erprobten @fire-Helfer aus ganz Deutschland besetzen die Fahrzeuge der Feuerwehr Storkow und bringen eigene Waldbrand-Fahrzeuge mit. Sie rücken in den nächsten Tagen bei Wald- und Flächenbränden in der Region aus, damit sich die Feuerwehrfrauen und -männer der Feuerwehr Storkow erholen können.

Derzeit gilt in fast allen Landkreisen in Brandenburg wegen der hohen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit die höchste Waldbrandgefahr. Täglich hat die Feuerwehr mit kleineren und größeren Feld- und Waldbränden zu kämpfen. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres verzeichneten die Behörden in Brandenburg bereits rund 210 Waldbrände, allein 100 davon in den vergangenen zwei Wochen. Im Vorjahr waren es über das ganze Jahr verteilt lediglich 140, berichtet rbb|24.

Workshop Brandpflege

Workshop

Die Naturstiftung-David hat gemeinsam mit der Heinz-Sielmann-Stiftung am 12.04.2018 einen Workshop zum Thema „Brandpflege auf munitionsbelasteten Oberflächen“ durchgeführt. Veranstaltungsort war Neuglienicke und die Kyritz-Ruppiner-Heide in Brandenburg. Dieser ehemalige Truppenübungsplatz wird von den Bundesforsten verwaltet, die dort jährlich große Heideflächen abbrennen.

Durch das Brennen wird eine Wiederbewaldung der Heideflächen verhindert und deren biologische Vielfalt gefördert. Besonderes Problem ist die sehr hohe Kampfmittelbelastung. In weiten Teilen des ca. 12.000 Hektar großen Gebietes besteht Betretungsverbot.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesforstbetriebs Westbrandenburg haben eine hohe Professionalität für das Abbrennen dieser Flächen. Jährlich werden 50 bis 200 Hektar überalterte Heideflächen kontrolliert abgebrannt. Die Vorbereitungen dafür dauern ein Jahr! Schwerpunkt des Workshops waren die Durchführung und die Vorteile dieser Maßnahmen. Während der Exkursion konnten wir uns von den guten Ergebnissen, zum Erhalt der Flora und Fauna überzeugen.

Teilnehmer waren neben Forstfachleuten und Naturschützern auch 3 Mitglieder von @fire. Wir unterstützen seit vielen Jahren Forstwirtschaft und Naturschutz mit kontrollierter Brandpflege.