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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

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Zermatt. Am ersten Juniwochenende 2019 nahmen wiederum mehrere Mitglieder @fire Deutschland und @fire Schweiz an zwei Kursen "Umgang mit Hubschraubern" bei der Air Zermatt teil. Zwei Mitglieder besuchten den Grundkurs, in dem es um Grundlagen im Umgang mit Hubschraubern ging. Sicherheit am Hubschrauber, Verladen von Material in die Kabine, aber auch Bereitstellung von Material als Unterlast im Netz waren Bestandteil des Programmes.

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Beim praktischen Teil am Nachmittag nach einem Shuttleflug ins hochalpine Gelände rum um Zermatt wurde bei toller Kulisse dann das schwebend Ein-und Aussteigen und die Einweisung des Hubschraubers praktisch geübt. Anschliessend war der Einsatz MERS angesagt (Multi Evacuation and Rescue System). Die Teilnehmer wurden zu dritt jeweils am «langen Seil» ins schwierige Gelände transportiert. Krönender Abschluss war dann wiederum eine Verschiebung am MERS auf den Gletscher. Mit dem anschliessendem Shuttleflug zur Basis Air Zermatt wurde der Ausbildungstag abgeschlossen.

Der WBK 2 (Waldbrand) Umgang mit Helikopter wurde dieses Jahr zum ersten Mal als «Pilotkurs» durch das Alpine Rescue Center der Air Zermatt angeboten. Zwei Mitglieder von @fire Schweiz und ein Mitglied @fire Deutschland internationale Katastrophenhilfe nahmen an diesem neuen Kurs teil. Als Start gab es einen kurzen Theorieblock zum Thema Rekoflüge. Im Anschluss - nach Kaffee und «Gipfeli» - gab es denn die Verschiebung in 3 Gruppen mit dem Auftrag Reko "Zustand einer Wasserwarnanlage Raum Trifthotel" und "Zustand eines verschütteten Bergwanderweges Raum Zmutt". Als nächsten Auftrag gab es einen Suchauftrag «vermisste Person» in einem definierten Sektor und Verladen der gefundenen Person schwebend. Nach dem Mittagslunch wurde dann die Verschiebung in Gruppen zu viert am «langen Seil» MERS (Multi Evacuation and Rescue System) in einen nahgelegenen Wald geübt, wo die Einsatzkräfte abgesetzt wurden, um «Wurzelbrände» zu kennzeichnen. Im Anschluss galt es den Heli mit dem «Bamby-Bucket» (Löschwasserbehälter mit 800 Liter Wasser) zur Löschung eines Wurzelbrandes mit Punktabwurf einzuweisen. Das hieß: «schlechte Einweisung = Teilnehmer nass».

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Als Abschluss wurde praktisch ein Materialtransport mit einer Motorspritze Typ 1 und Typ2 samt Material im Netz als Unterlast geübt. Dabei gilt es die MS laufend zu transportieren. Grund ist, dass durch die Höhenunterschiede die MS eventuell nicht mehr gestartet werden kann (Einstellung Vergaser). Auch diese Aufgabe wurde zur Zufriedenheit der Ausbilder gelöst.

Alle Teilnehmer haben sicher viel Wissenswertes mitgenommen. Speziell der WBK2 Waldbrand ist sicher eine gute Wissenserweiterung im Bereich Vegetationsbrände.

Peter Zbinden Teamleiter @fire Schweiz

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