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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

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Stockheim. Bereits im April absolvierten insgesamt 13 Mitglieder von uns ihre Einsatzqualifikationsübung für das Jahr 2019. Geübt wurde in der Gemeinde Stockheim Oberfranken im schönen Frankenwald, zusammen mit weiteren 8 örtlichen Einsatzkräften. Diese hatten bereits im Vorfeld eine Grundlagenschulung durch @ fire erhalten. Im Fokus des Übungswochenendes standen:

  • Auffrischung der Theorie
  • Auffrischung>Einsatz Handwerkzeug und Wasserrucksack
  • Auffrischung>Einsatz Motorsäge
  • Auffrischung>Schlauchmanagement (Lange Schlauchstrecke mit C-Schläuchen)
  • Auffrischung>Einsatz von Pumpen
  • Auffrischung>Wasserversorgung mit Güllefass

Highlight des Wochenendes waren die beiden Übungsszenarien mit Realfeuer, die von den Teilnehmern innerhalb kurzer Zeit abgearbeitet werden mussten. Einmal das „Rödern Fire“ welches sich in einem Waldstück mit Fichtenbewuchs befand. Das letzte Wegstück dorthin war nur fußläufig erreichbar. Um Wasser an die Einsatzstelle zu befördern wurden über 250 m mit C-Schläuchen überbrückt. An der Einsatzstelle wurde das Feuer mittels progressiever Schlauchverlegung umkreist und anschließend abgelöscht. Die zweite Einsatzstelle befand sich direkt am Fluss (die Hasslach). Diese diente auch als Wasserentnahmestelle. Parallel wurde mit einem Güllefass das Pump and Roll Verfahren praktiziert. Nach dem das Feuer vollständig umkreist war, wurde es sukzessive und durch intensive Nachlöscharbeiten abgelöscht, bis kein Glutnest mehr zu finden war.

Ein herzliches Dankschön gilt an dieser Stelle der Gemeinde Stockheim und der Freiwilligen Feuerwehr Neukenroth für tolle Zusammenarbeit und die Bereitstellung der Räumlichkeiten, sowie einen Teil der Verpflegung. Alles in allem war es ein sehr lehrreiches Wochenende für alle Beteiligten. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Übungen.

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