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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 20 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

EU-Waldbrandkontingent aus NRW erreicht Griechenland

Das aus Nordrhein-Westfalen am Sonntag gestartete Waldbrandkontingent zur Unterstützung bei den verheerenden Waldbränden in Griechenland ist am Dienstagnachmittag auf der Halbinsel Peloponnes angekommen und wird auf Weisung der örtlichen Einsatzleitung nachfolgend in den westlichen Teil der Halbinsel verlegt. Das aus insgesamt 57 Einsatzkräften und 19 Fahrzeugen der Feuerwehren Bonn, Königswinter und Leverkusen bestehende und im europäischen Katastrophenschutzverfahren registrierte Waldbrandmodul wird in diesem Einsatz von einer Versorgungseinheit von Malteser Hilfsdienst und Deutschem Roten Kreuz aus Bonn und Fachberatern der Hilfsorganisation @fire unterstützt.

Am Sonntagmorgen hatten sich die Einsatzkräfte aus NRW, nachdem die offizielle Anforderung aus Brüssel eingetroffen und eine Entsendung positiv beschieden wurde, auf den Weg gemacht. Nach einem nächtlichen Halt in der Landesfeuerwehrschule Tirol, Österreich, fuhren die Einsatzkräfte weiter nach Ancona, Italien, um dort eine Fährverbindung nach Griechenland wahrzunehmen. Die Zeit auf der Fähre wurde zur Regeneration, und auch zu Fortbildungen an den Einsatzgeräten und Handwerkzeugen genutzt, die im Laufe des Einsatzes Verwendung finden werden.

Zwei Führungskräfte der Bonner Feuerwehr sind am Montag per Flugzeug nach Athen angereist und dienen als Verbindungspersonen in der örtliche Einsatzleitung. So konnten im Vorfeld der Ankunft des eigentlichen Waldbrandmoduls wichtige Kontakte geknüpft und Informationen ausgetauscht werden.

Nach der Ankunft des Waldbrandmoduls am Bestimmungsort soll dort eine Basis errichtet werden, in der die Versorgung der Einsatzkräfte sichergestellt sowie Schlafmöglichkeiten und sanitäre Einrichtungen aufgebaut werden.