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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 20 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

Einsatzübung Funkenflug Kirchehrenbach

Wie könnte man einen Waldbrand besser simulieren als mit echtem Feuer und Rauch? Diese besondere Großübung fand am 18.09.21 mit neun Einsatzkräften von @fire und der Freiwillige Feuerwehr Kirchehrenbach statt. Bei der Einsatzübung „Funkenflug“ ging es insbesondere um die realitätsnahe Darstellung eines Waldbrandes und die damit verbundenen Löscharbeiten. Hierfür wurden in der Vergangenheit durch die örtliche Feuerwehr verschiedene Ausrüstungsgegenstände beschafft und nun vorgestellt. Hierzu waren unter anderem auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann angereist.

Bereits am Vormittag verlegten unsere Einsatzkräfte in das Übungsgelände, um dieses zu erkunden und vorzubereiten. Hierzu wurden mehrere Haufen mit Ästen angelegt und diese mittels Wundstreifen gesichert. Diese wurden dann am Nachmittag durch unsere Einsatzkräfte kontrolliert abgebrannt.

Das kontrollierte Brennen im Wald wurde unter Berücksichtigung der vorgelegten Genehmigungen und eines vorab erstellten Brennplans durchgeführt. Der Plan dient als Basis für ein ausführliches Briefing der Einsatzkräfte und beinhaltet neben den erfassten Wetterdaten auch die Fluchtwege und besondere Gefahren an der Einsatzstelle. Die Genehmigung für das kontrollierte Brennen im Wald ist eine Ausnahmegenehmigung, da man im Normalfall nicht mit Feuer im Wald üben darf und kann.

Zum praktischen Teil der Übung am Nachmittag gehörte zunächst die genaue Lokalisierung der Brandstelle durch die Luftbeobachter der Regierung von Oberfranken. Nach der Alarmierung der Feuerwehrkräfte wurden diese durch den Einsatzhubschrauber an die Einsatzstelle gelotst. Im weiteren Verlauf ging es primär um die Brandbekämpfung mittels Schlauchleitungen und Handtools. Hier waren bereits in der Vergangenheit mehrere Kräfte von @fire an der Ausbildung beteiligt. In unmittelbarer Nähe des Übungsgeländes wurde durch die Flughelferstaffel der Feuerwehr Bayreuth der Einsatz von Außenlastbehältern an einem Hubschrauber der Polizei geübt.

Nach dem offiziellen Übungsende übernahmen wir zusammen mit den Einsatzkräften der Feuerwehr die Nachlösch- und Aufräumarbeiten.