Stephan Dolder, Vors­tands­mit­glied @fire Schweiz, hat wieder zwei Kurse “Umgang mit Hubs­chrau­ber” bei der Air Zermatt in Zermatt orga­ni­siert. Der erste Tag als Grund­kurs wurde von 10 Mitglie­der @fire besucht. 8 Mitglie­der @fire Schweiz und 4 Mitglie­der aus Teams in Deuts­chland. Im Grund­kurs wurde in einer Theo­rie der Umgang mit dem Hubs­chrau­ber theo­re­tisch beleuchtet.

Danach wurde im Hangar die Bela­dung der Hubs­chrau­bers mit Mate­rial und die Bela­dung der Unter­last prak­tisch geübt. Nach einer kurzen Besich­ti­gung des Rettungshubs­chrau­bers und dem „montie­ren“ der Klet­ter­si­che­rung wurden wir ins Übungs­ge­biet vom Nach­mit­tag geflo­gen. Das Übungs­ge­biet befand sich am Fuße des Gorner­glets­chers im felsi­gen Gebiet. Nach dem Lunch wurden die prak­tis­che Übun­gen - schwe­bend Ein- und Auss­tei­gen in schwie­ri­gem Gelände - geübt. Dies jeweils mit spek­ta­ku­lä­ren Kurz­flü­gen quer übers Tal durch den Pilot Daniel Aufden­blat­ten, der im Hima­laya die höchste je durch­ge­führte Hochal­pin­ret­tung auf 7000 Meter über Meer mit dem Hubs­chrau­ber gemacht hat. Anschlies­send wurden Longli­ne­flüge zu zweit gemacht. Als krönen­der Abschluss des Tages gab es dann den Flug zur Monte-Rosa Hütte mit Zwis­chens­topp auf dem Gorner­glets­cher. Natür­lich unten am Hubs­chrau­ber hängend zu viert an der Longline. Von der Monte-Rosa Hütte wurden wir im Hubs­chrau­ber zurück auf die Basis geflogen.

Am zwei­ten Tag fand der Weiter­bil­dungs­kurs mit 8 Teil­neh­mer von @fire statt. Dabei waren 7 Mitglie­der @fire Schweiz und ein Mitglied aus Deutschland.
Nach einer Wissen­sü­ber­prü­fung ging es direkt in den Hangar zur Bela­dung Unter­last und anschließend erhiel­ten wir eine Theo­rie zu Reko- und Suchflügen.
Dies haben wir dann anschließend gleich prak­tisch geübt. Aufgabe war die Über­prü­fung zweier Lawi­nen­war­nungs­seile vom Hubs­chrau­ber aus. Gar nicht so einfach mit Orien­tie­rung im Gelände, Orien­tie­rung auf der Karte, Kommu­ni­ka­tion mit dem Pilo­ten und den Rest des Teams sowie foto­gra­fis­che Doku­men­ta­tion der Anlage. Nach dem Trans­fair­flug ins Übungs­ge­biet haben wir das Thema Absturz­si­che­rung in schwie­ri­gem Gelände bearbeitet.

Am Nach­mit­tag waren dann noch Ein- und Auss­tei­gen aus dem Hubs­chrau­ber schwe­bend in schwie­ri­gem Gelände und die Longline-Flüge ange­sagt. Die Longlin­flüge führ­ten über drei Statio­nen zum Teil mehrere Hundert Meter ab Grund. Nach dem Rück­flug aller Teil­neh­mer mit einem „größe­ren“ Umweg und durch die wunder­bare Berg- und Glets­cher­lands­chaft erfolgte auf der Basis die Schluss­bes­pre­chung und Vertei­lung der Zertifikate.

Fazit: Zwei tolle Tage in einer wunders­chö­nen Gegend. Dank der kompe­ten­ten Ausbil­der, Flughel­fer und Pilo­ten viel gelernt und unfall­frei geblieben.

Peter Zbin­den
Leiter Team 3-91 @fire Schweiz