@fire – Inter­na­ti­o­na­ler Katas­trophens­chutz betei­ligt sich gemein­sam mit dem BIBA – Bremer Insti­tut für Produk­tion und Logis­tik, Euro­com­mand sowie IMBOS am Projekt fire­KOMM. Das Vorha­ben beschäf­tigt sich mit der Entwic­klung einer inte­gri­er­ten Kommu­ni­ka­ti­onslö­sung für mobile Einhei­ten im Vege­ta­ti­ons­bran­dein­satz. Das Projekt ist Teil vom FFFLab und wird durch das Bundes­mi­nis­te­rium für Fors­chung, Tech­no­lo­gie und Raum­fahrt gefördert.

Ziel von fire­KOMM ist es, die Kommu­ni­ka­tion zwis­chen Einsatz­kräf­ten unter realen Einsatz­be­din­gun­gen zuverläs­si­ger und einfa­cher nutz­bar zu gestal­ten. Vege­ta­ti­ons­brände stel­len Einsatz­kräfte regelmäßig vor beson­dere Heraus­for­de­run­gen, insbe­son­dere in Berei­chen mit einges­chränk­ter Netz­verfüg­bar­keit oder beim Zusam­menwir­ken unters­chi­e­dli­cher Orga­ni­sa­ti­o­nen und tech­nis­cher Systeme.

Im Rahmen des Projekts wird unter­su­cht, wie bestehende Kommu­ni­ka­ti­ons­te­ch­no­lo­gien zu einem gemein­sa­men System verbun­den werden können. Die tech­nis­che Lösung soll verfüg­bare Über­tra­gungswege auto­ma­tisch nutzen und stabil zwis­chen vers­chi­e­de­nen Kommu­ni­ka­ti­ons­sys­te­men wech­seln können, ohne dass hierfür Eingriffe durch die Einsatz­kräfte notwen­dig sind. Glei­ch­zei­tig sollen unters­chi­e­dli­che Rollen, Infor­ma­ti­ons­be­darfe und opera­tive Anfor­de­run­gen berück­si­ch­tigt werden.

Das Projekt umfasst unter ande­rem die Entwic­klung einer tech­nis­chen Gesam­tar­chi­tek­tur, einer adap­ti­ven Kommu­ni­ka­ti­ons­lo­gik, einer neutra­len Daten­drehs­cheibe sowie nutze­ro­ri­en­ti­er­ter Schnitts­tel­len für die opera­tive Führung. Die entwic­kel­ten Kompo­nen­ten werden schrittweise zusam­men­geführt und unter realen Einsatz­be­din­gun­gen erprobt.

Erste Praxis­tests fanden bereits im Rahmen einer FKAT-Übung in Öster­reich statt. An der Übung nahmen Vertre­ter von @fire, BIBA und Euro­com­mand aus dem fire­KOMM-Konsor­tium teil. Im Rahmen der Übung wurden Anfor­de­run­gen von Einsatz­kräf­ten für den Einsatz im Gelände erho­ben und doku­men­ti­ert. Die gewon­ne­nen Erkennt­nisse fließen direkt in die weitere Entwic­klung von fire­KOMM ein.

Der Schwer­punkt der Übung lag auf dem Einsatz von Luft­fahr­zeu­gen in der Vege­ta­ti­ons­brand­bekämp­fung. Darü­ber hinaus wurden erste tech­nis­che Tests durch­geführt. Dazu gehör­ten das Trac­king von Luft­fahr­zeu­gen und Einsatz­kräf­ten mithilfe loka­ler Empfän­ger, der Aufbau einer Kommu­ni­ka­ti­ons­s­telle im Gelände zur Infor­ma­ti­onsü­ber­tra­gung an die Einsatz­lei­tung sowie die Zusam­menfüh­rung unters­chi­e­dli­cher Lagein­for­ma­ti­o­nen in einer zentra­len Lagekarte.

@fire – Inter­na­ti­o­na­ler Katas­trophens­chutz bringt insbe­son­dere einsatz­prak­tis­che Erfah­run­gen aus der Vege­ta­ti­ons­brand­bekämp­fung in das Projekt ein. Dazu gehö­ren die Analyse typis­cher Einsatz­si­tu­a­ti­o­nen, die Durchfüh­rung praxis­naher Übun­gen sowie die syste­ma­tis­che Erfas­sung und Auswer­tung von Anfor­de­run­gen aus dem Einsat­zum­feld. Ziel ist es, sicher­zus­tel­len, dass die tech­nis­che Entwic­klung die tatsä­ch­li­chen Bedin­gun­gen im Vege­ta­ti­ons­bran­dein­satz bestmö­glich berück­si­ch­tigt. fire­KOMM soll dazu beitra­gen, die Zusam­me­nar­beit gemis­ch­ter Einsatz­te­ams zu verbes­sern und eine stabi­lere sowie einhei­tli­chere Kommu­ni­ka­ti­ons­grun­dlage im Vege­ta­ti­ons­bran­dein­satz zu schaffen.

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Das Projekt ist Teil des Forest Fire Figh­ting Labo­ra­tory (FFFLab), einer gemein­sa­men Initi­a­tive der Feuerwehr Reutlin­gen und der Hochs­chule für Forstwirts­chaft Rotten­burg. FFFLab bündelt Fors­chung, Entwic­klung und Wissens­trans­fer im Bereich der Vege­ta­ti­ons­brand­prä­ven­tion und -bekämp­fung und bringt inno­va­tive Lösun­gen gemein­sam mit Part­nern aus Wissens­chaft, Behör­den, Feuerweh­ren und Wirts­chaft in die Praxis.

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@fire – Inter­na­ti­o­na­ler Katas­trophens­chutz Deuts­ch­land e.V. ist eine gemeinnüt­zige Hilf­sor­ga­ni­sa­tion, die seit 2002 weltweit schnelle, unpo­li­tis­che Nothilfe nach Natur­ka­tas­trophen leis­tet. Die mehr als 600 ehre­nam­tli­chen Mitgli­e­der sind insbe­son­dere in der Vege­ta­ti­ons­brand­bekämp­fung sowie in der Suche und Rettung von Vers­chüt­te­ten nach Erdbe­ben ausgebildet.