Nach dem Ausbruch eines mehrere Hektar großen Waldbrandes nahe der Ortsgemeinde Traisen im rheinland-pfälzischen Landkreis Bad Kreuznach am Samstagnachmittag, 26. Juni unterstützt @fire – Internationaler Katastrophenschutz Deutschland mit Spezialisten die Feuerwehren mehrere Tage lang bei der Brandbekämpfung. Bereits seit Sonntag unterstützen Fachberater von @fire die Einsatzleitung mit ihrem Fachwissen. Am Dienstag und Mittwoch kamen zudem mehreren spezialisierte Löschmannschaften im Zuge der Nachlöscharbeiten im schweren Gelände zum Einsatz.
Mit teilweise großer Dynamik breitete sich ab dem Samstagnachmittag ein Waldbrand nahe des Winzerdorfes Traisen und der markanten Steilwand Rotenfels aus. Der Brand dehnte sich in dem Wald auf mehrere Hektar aus und bedrohte zeitweise auch einen nahestehenden Funkturm. Teilen der Brandfläche konnten sich die Einsatzkräfte nicht nähern, weil auf ihnen alte Munition aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet wurde. Aus Sicherheitsgründen musste deshalb auch Traisen zeitweise komplett evakuiert werden.
Schon in der Nacht zum Sonntag wurden durch die Einsatzleitung von @fire Fachberater für die Vegetationsbrandbekämpfung angefordert. Im Schichtbetrieb unterstützten sie die Einsatzleitung nahtlos bis zum Einsatzende am Donnerstag rund um die Uhr mit ihrem Fachwissen. Die Fachberater unterstützten bei der Lageerkundung und -bewertung, berieten bei taktischen Fragen und führten ein Wettermonitoring durch. Teilweise mehrmals täglich wurde ein eigenes Feuerwetter für den Bereich Traisen erhoben und die Wetterentwicklung mit ihren Auswirkungen auf das Brandgeschehen eingeschätzt. Ebenfalls am Sonntag stellte @fire Kreisregner und Personal für deren Aufbau bereit. Mit den wie an einer Perlenschnur aufgestellten Kreisregnern können Verteidigungslinien entlang des Feuers aufgebaut oder bereits bestehende verstärkt werden.
Bis zum Wochenanfang schritten die Löschmaßnahmen sukzessive voran und verlagerten sich von der aktiven Brandbekämpfung zusehends in den Bereich der Nachlöscharbeiten. Mit mehreren seiner über ganz Deutschland verteilten Löschmannschaften Typ A (LM-A) unterstützte @fire ab dem Dienstagmorgen die seit Tagen im Einsatz befindlichen Feuerwehrkräfte bei dem auch Mop up – aufwischen – genannten Nachlöschen. Dabei geht es darum in der verbrannten Fläche nach Glutnestern und kleinen Feuern zu suchen und diese zu löschen, um ein erneutes Entzünden des Waldbrandes zu verhindern. Diese Arbeit ist nicht nur sehr zeit- und kraftraubend. Die Helfer von @fire arbeiteten sich zum Teil gemeinsam mit der Feuerwehr über Stunden in schwerem Gelände – teils abschüssig und sehr steinig – über den vom Feuer der Vortrage noch immer stark aufgeheizten Waldboden vor. Stück für Stück deckten sie auf der Brandfläche Glutnester auf löschten sie anschließend. Dabei setzten die @fire-Helfer beispielsweise Wärmebildkameras für das Auffinden der Glutnester und spezielle Handwerkzeuge, Löschrücksäcke und teils klassische Schlauchleitung für ihre Bekämpfung ein. Bis zum Dienstagabend schritten die Hand in Hand von @fire und Feuerwehren durchgeführten Nachlöscharbeiten gut voran. Über Nacht verstärkte eine kleine Brandwache von @fire die Feuerwehrkräfte am Brandareal als schnelle Eingreiftruppe für wiederaufflammende Glutnester in der Brandfläche.
Die umfangreichen Nachlöscharbeiten des Vortages werden auch am Mittwoch wieder ganztägig durch die @fire-Löschmannschaften fortgesetzt. Der umfangreichen Einsatz der Löschmannschaften, mit in der Spitze 40 Einsatzkräften von @fire, konnte am Mittwochabend beendet werden. Weiterhin aktiv blieben bis zum endgültigen Einsatzende am Donnerstag aber die Fachberater in der Einsatzleitung. Ergänzt wurden sie durch eine kleine Gruppe von @fire-Helfern, die auf dem Brandareal die Feuerwehrkräfte bei der Brandbekämpfung berieten. Durch sie wurden auch gemeinsam mit dem Forst Gefahrenbäume – tote und oder stark verbrannte Bäume – in der vom Feuer betroffenen Fläche begutachtet. Teilweise wurden diese Bäume dann im Anschluss direkt durch Forstmitarbeiter aus Sicherheitsgründen fachkundig gefällt.
Mit dem Gesamteinsatzende am Donnerstagabend konnte auch @fire seinen Einsatz beenden. Über fünf Tage hinweg unterstützte @fire die Löscharbeiten mit über 80 Helfern. Insgesamt waren beim Waldbrand in Traisen weit über 1.500 Einsatzkräfte von Feuerwehren und verschiedensten Hilfsorganisationen im Einsatz.








