26 Einsatzkräfte und drei Rettung­shunde unter­stützen nach schw­erem Erdbeben inter­na­tionale Hilfe

Nach den schw­eren Erdbeben in Venezuela hat die Hilf­sor­gan­i­sa­tion “@fire – Inter­na­tionaler Katas­tro­phen­schutz Deutsch­land” ein Light USAR Team (Urban Search and Rescue) entsandt, um die inter­na­tionale Rettung zu verstärken. Das Auswär­tige Amt finanziert den Einsatz, der in enger Abstim­mung erfolgt. 

Bere­its am Donner­stagabend flog ein zweiköp­figes Vorausteam von @fire zusam­men mit Kräften von REDOG Schweiz, ISAR Germany und dem Tech­nis­chen Hilf­swerk (THW) nach Venezuela. Am Freita­gnach­mit­tag erre­ichte das Team den Luft­waf­fen­stützpunkt „El Liber­ta­dor“, etwa 100 Kilo­me­ter südwest­lich von Cara­cas. Das Vorausteam erkun­det die Lage, bere­itet die Ankunft weit­erer Teams vor und koor­diniert mit nationalen und inter­na­tionalen Stellen. 

Am Freitagvor­mit­tag folgte das Light USAR Team von @fire. Der Flug, organ­isiert vom Bundesmin­is­terium der Vertei­di­gung, bringt 24 ehre­namtliche Einsatzkräfte und drei Rettung­shunde mit einem Airbus A400M der Luft­waffe vom Fliegerhorst Wunstorf nach Venezuela. Die Luft­waffe plant mehrere Trans­port­flüge, unter anderem für die Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) des THW.

Nach rund 13 Stun­den Flug wird das Team vor Ort bei der Suche und Rettung sowie der Lageerkun­dung helfen. Die speziell geschul­ten Einsatzkräfte arbeiten autark und brin­gen Erfahrung aus weltweiten Katas­tro­phenein­sätzen mit. 

Ein zehnköp­figer Heimat­stab von @fire koor­diniert den Einsatz aus Deutsch­land. Er unter­stützt die Lage­führung, Logis­tik, Kommu­nika­tion und Abstim­mung mit Part­nern. Zudem steht @fire in engem Kontakt mit THW, ISAR Germany und der Inter­na­tional Search and Rescue Advi­sory Group (INSARAG) der Vere­in­ten Nationen. 

In der Nacht zum Donner­stag hatten zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 die Region nahe San Felipe erschüt­tert. Beson­ders die Haupt­stadt Cara­cas ist schwer betrof­fen: Zahlre­iche Gebäude stürzten ein, Kommu­nika­tion­snetze brachen zusam­men, und Teile der Infra­struk­tur, darunter Flughäfen, wurden beschädigt. Die Anreise inter­na­tionaler Helfer gestal­tet sich dadurch schwierig. 

Die Erdbeben­ret­tung zählt seit Jahren zu den Kernauf­gaben von @fire. Die Organ­i­sa­tion ist weltweit im Bere­ich Urban Search and Rescue aktiv und rettet gemein­sam mit Part­nern Verschüt­tete nach Katastrophen. 

Der zweiköp­fige Voraus­trupp setzt sich aus Einsatzkräften aus dem Land­kreis Ludwigs­burg (Baden-Würt­tem­berg) und dem Land­kreis München (Bayern) zusam­men. Die 24 Einsatzkräfte des @fire Light USAR Teams kommen aus verschiede­nen Regio­nen Deutsch­lands sowie aus Öster­re­ich. Vertreten sind unter anderem Nordrhein-West­falen mit Einsatzkräften aus Hamm, dem Kreis Herford, Köln und Dort­mund, Rhein­land-Pfalz mit Kräften aus dem Rhein-Lahn-Kreis, dem Land­kreis Trier-Saar­burg und Mainz, Baden-Würt­tem­berg mit dem Rems-Murr-Kreis, dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Bodenseekreis, Bayern mit den Land­kreisen Bad Tölz-Wolfrat­shausen und Mühldorf am Inn, Sach­sen mit dem Land­kreis Säch­sis­che Schweiz-Osterzge­birge und Dres­den, Nieder­sach­sen mit den Land­kreisen Wolfen­büt­tel und Vechta, Hessen mit dem Main-Taunus-Kreis und dem Land­kreis Limburg-Weil­burg, Meck­len­burg-Vorpom­mern mit Schw­erin sowie Berlin. Eine Einsatzkraft kommt zudem aus Vorarl­berg in Österreich.


@fire arbeitet ehre­namtlich und finanziert sich größ­ten­teils durch Spenden. Für den aktuellen Einsatz wurde eine Spendenkam­pagne gestartet.