Seit Samstag sind Einsatzkräfte von @fire – Inter­na­tionaler Katas­tro­phen­schutz Deutsch­land bei zwei Wald­brän­den in Deutsch­land im Einsatz. Paral­lel dazu läuft in Venezuela weiter der Erdbebenein­satz des Light USAR Team. 

Bei einem Wald­brand zwis­chen Görzke und Gräben im bran­den­bur­gis­chen Land­kreis Pots­dam-Mittel­mark unter­stützt @fire die örtlichen Feuer­wehren mit einer Schnellen Einsatzein­heit Wald­brand (SEE-W) und mehreren Löschmannschaften Typ A (LM-A). Bei einem Wald­brand an der markan­ten Steil­wand Roten­fels bei Bad Kreuz­nach in Rhein­land-Pfalz berät eine SEE-W zudem die Einsatzleitung. 

Im Laufe des Samstags verset­zte @fire wegen der Hitzewelle mehrere SEE-W in ganz Deutsch­land in Einsatzbere­itschaft. Diese Einheiten sind klein und mobil. Feuer­wehren können sie zur Fach­ber­atung bei Vege­ta­tions­brän­den anfordern. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem Lageerkun­dung und Lage­be­w­er­tung, taktis­che Beratung und Wettermonitoring. 

Kurz nach Herstel­lung der Einsatzbere­itschaft forderte der Kreis­brand­meis­ter des Land­kreises Pots­dam-Mittel­mark die Einheit aus Bran­den­burg gegen 14 Uhr an. Zwis­chen Görzke und Gräben hatte sich ein Vege­ta­tions­brand von einer land­wirtschaftlichen Fläche auf eine benach­barte Kiefer­n­monokul­tur ausge­bre­itet. Das Feuer verbran­nte am Ende rund 40 Hektar land­wirtschaftliche Fläche und erfasste im Wald 17 Hektar. Zunächst unter­stützte @fire mit seiner SEE-W die Einsat­zleitung fach­lich. Im Laufe des Nach­mit­tags weit­ete @fire den Einsatz aus. Für die Brand­bekämp­fung in der Nacht wurden mehrere LM-A angefordert. 

Gegen 22:30 Uhr nahmen die @fire-Löschmannschaften in der Dunkel­heit ihre Arbeit auf. Sie ergänzten die örtlichen Feuer­wehrkräfte bei den andauern­den Löschar­beiten. Als ersten Auftrag legten die 18 Helfer von @fire gemein­sam mit weit­eren Einsatzkräften einen fast 150 Meter langen Wund­streifen an. Er sollte eine Kiefern­scho­nung und einen Jung­wald schützen. Dabei reduzierten sie in einem taktis­chen Feuere­in­satz die Brandlast. 

Anschließend arbeit­eten sie sich auf rund einem Kilo­me­ter Länge am Feuer­saum entlang. Gemein­sam mit Feuer­wehrleuten löschten sie letzte aktive Feuer und Glutnester ab. Außer­dem sicherten sie den Saum, um ein erneutes Entzün­den zu verhin­dern. Teil­weise arbeit­eten die @fire-Helfer als reine Fußtrupps im Gelände, teil­weise mit Unter­stützung eines kleinen, wendi­gen Gelän­de­fahrzeugs mit kleiner Löschanlage. 

Am Sonntagvor­mit­tag setzten neun frische und ausgeruhte @fire-Helfer die Löschar­beiten der Nachtschicht fort. Falls nötig, kann am Abend ein weit­erer Schichtwech­sel erfol­gen. Insge­samt sind beim Wald­brand zwis­chen Görzke und Gräben 29 Helfer von @fire im Einsatz. 

Eine zweite SEE-W unter­stützt seit der Nacht von Samstag auf Sonntag die Einsat­zleitung bei einem rund drei Hektar großen Wald­brand am Roten­fels bei Bad Kreuz­nach in Rhein­land-Pfalz. Die Brand­fläche ist teil­weise mit Muni­tion­sresten belastet. Deshalb musste die nahegele­gene Ortschaft Traisen zunächst teil­weise und später voll­ständig evakuiert werden. Auch am Sonntag berät die SEE-W des @fire-Teams Hessen/Rhein­land-Pfalz/Saar­land die örtliche Einsat­zleitung weiter und führt fort­laufend unter anderem eine Feuer­analyse durch.