Das Light USAR Team von @fire – Inter­na­tio­na­ler Kata­stro­phen­schutz Deutsch­land setzt seinen Einsatz nach dem schwe­ren Erdbe­ben in Vene­zuela gemein­sam mit inter­na­tio­na­len Part­nern fort. Den 26 Einsatz­kräf­ten sowie den drei Rettungs­hun­den geht es gut.

Im Verlauf der gest­ri­gen Einsatz­pe­ri­ode führte das Team zunächst in zwei zuge­wie­se­nen Sekto­ren das soge­nannte ASR2 (Sector Area Assess­ment) durch. Dabei handelt es sich um die syste­ma­ti­sche Erkun­dung einzel­ner Einsatz­sek­to­ren. Ziel ist es, beschä­digte und einge­stürzte Gebäude zügig zu bewer­ten, Hinweise auf mögli­che Verschüt­tete zu sammeln und die Einsatz­stel­len nach ihrer Wahr­schein­lich­keit für eine erfolg­rei­che Lebend­ret­tung zu prio­ri­sie­ren. Die inter­na­tio­nale Triage der Einsatz­stel­len erfolgt dabei in die Kate­go­rien A bis D und bildet die Grund­lage dafür, die verfüg­ba­ren Such- und Rettungs­res­sour­cen gezielt dort einzu­set­zen, wo die Erfolgs­aus­sich­ten am höchs­ten sind.

Auf Basis dieser Erkun­dung wurden anschlie­ßend an zwei prio­ri­sier­ten Einsatz­stel­len ASR3-Maßnah­men (Primary Search and Rescue) durch­ge­führt. Diese stel­len die erste eigent­li­che Such- und Rettungs­phase an einer konkre­ten Work­site dar. Hier konzen­trie­ren sich die Einsatz­kräfte auf die gezielte Ortung mögli­cher Verschüt­te­ter – sowohl mit tech­ni­schen Ortungs­ge­rä­ten als auch mit Rettungs­hun­den. Ziel ist es, Über­le­bende möglichst schnell zu loka­li­sie­ren und die Voraus­set­zun­gen für eine anschlie­ßende tech­ni­sche Rettung zu schaffen.

An beiden Einsatz­stel­len konn­ten trotz inten­si­ver Such- und Ortungs­maß­nah­men keine posi­ti­ven Hinweise auf verschüt­tete Perso­nen fest­ge­stellt werden.

Derzeit wird ein weite­res Squad des @fire-Teams zu einer neuen ASR3-Work­site entsandt, um dort die Such- und Rettungs­maß­nah­men fortzusetzen.

Die inter­na­tio­nale Einsatz­lei­tung hat das Scha­dens­ge­biet inzwi­schen in zwei Einsatz­sek­to­ren geglie­dert. Ein Sektor wird von Einsatz­kräf­ten aus den USA geführt, der zweite unter der Leitung des Tech­ni­schen Hilfs­werks (THW). @fire arbei­tet weiter­hin eng mit den inter­na­tio­na­len Part­nern inner­halb der INSA­RAG-Struk­tu­ren zusammen.

Der Einsatz des @fire Light USAR Teams wird durch das Auswär­tige Amt finan­ziert. @fire bedankt sich bei allen natio­na­len und inter­na­tio­na­len Part­nern für die hervor­ra­gende Zusammenarbeit.

Als gemein­nüt­zige Hilfs­or­ga­ni­sa­tion leis­ten wir unsere welt­wei­ten Einsätze ehren­amt­lich und finan­zie­ren sie über­wie­gend aus Spen­den. Wer unsere Arbeit unter­stüt­zen möchte, kann dies über die Better­place-Spen­den­kam­pa­gne von @fire tun.