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Suchen & Retten // USAR

Such- und Rettungseinsätze sind die erste Maßnahme der humanitären Hilfe nach Katastrophen, wie zum Beispiel Erdbeben. In kürzester Zeit nach Eintritt einer Katastrophe sind die Helfer von @fire unterwegs, um den Betroffenen vor Ort schnell zu helfen. Bei der Rettung Verschütteter ist jede gewonnene Minute wertvoll!

Der Schwerpunkt liegt hier besonders darin, Verschüttete in den Trümmern zu lokalisieren, sie zu retten und medizinisch zu versorgen. Hierzu hält @fire spezielle Ausrüstung bereit, die von Ortungsgerätschaften über Bergungsgeräte bis hin zu medizinischer Ausrüstung reicht. Unsere Helfer sind Spezialisten im Suchen und Retten von Verschütteten sowie der medizinischen Notversorgung. Unterstützt werden sie bei den Rettungsarbeiten durch speziell ausgebildete Suchhunde, welche mit ihrer feinen Nase wertvolle Hilfe leisten.

USAR = Urban Search and Rescue (englisch für "Suchen und Retten in bewohnten Gebieten")

Swiftwater Rescue Technician Lehrgang

SRT

Vor Kurzem besuchten zwei unserer Mitglieder einen Swiftwater Rescue Technician Lehrgang in Landeck in Österreich. In vier anspruchsvollen Ausbildungstagen wurden umfangreiche Themen sowohl in Theorie als auch in Praxis unterrichtet. Neben der Gefahrenbewertung und Hydrologie waren viele praktische Übungen im Bereich Wildwasserschwimmen, Wurfsackhandhabung und Personenrettung, aber auch Knotenkunde und Seiltechnik Bestandteil der Ausbildung. Neben viel neuem Wissen konnten auch neue Kontakte geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht werden. Vielen Dank an den Ausbilder und Lehrgangsleiter Neil Newton Taylor von Swiftwater Rescue für die Einladung zu seinem international geschätzten Lehrgang.

USAR-Lehrgang in Lohne

USAR Lohne

Gebäudeeinsturz. In den Trümmern werden noch Personen vermutet. Mittels eines Kernbohrgeräts wird in die Betonwand, hinter der ein Einsturzopfer vermutet wird, eine Erkundungsöffnung getrieben. Die Bilder der Suchkamera geben die erlösende Bestätigung: Die Person im dahinterliegenden Hohlraum lebt. Jetzt ist volle Konzentration geboten. Unermüdlich stemmen die beiden Helfer von @fire einen Durchbruch. Sie ignorieren den feinen Staub, der in jede Ritze der Schutzkleidung und des Körpers dringt und ihnen die Sicht erschwert. Auch der Lärm des Bohrhammers, die dadurch eingeschränkte Verständigungsmöglichkeit und der ständig an der niedrigen Decke der Betonröhre kratzende Helm scheint die beiden Männer nicht zu behindern.

Dieses realistische Szenario ist zum Glück nur eine Übung, aber alle Beteiligten sind trotzdem hoch konzentriert. Das gute Miteinander und routinierte Abläufe können im Einsatzfall über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

In Lehrgängen, wie in Lohne, erhalten neue und alte Mitglieder, neben praktischen Übungen, auch Schulungen im richtigen und vor allem sicheren Umgang mit den Bergungsgeräten.

Neben den bereits erwähnten Geräten zur Schaffung einer Zugangsöffnung wurde auch der Einsatz mit Rettungsgeräte wie dem Spineboard geübt. Diese dienen der schonenden Bergung von Personen aus Gebäudetrümmern.

Den Höhepunkt des Wochenendes bildete die Nachtübung, bei welcher die Teilnehmer im Rahmen der Rettung zweier Personen aus einem Tunnelsystem noch einmal alle gelernten Fähigkeiten anwenden konnten.

Search Wochenende in Malchin

Search-Wochenende

In internationalen Einsätzen ist die Zusammenarbeit mit Einheiten aus anderen Ländern selbstverständlich. Damit die Abläufe im Ernstfall routiniert ablaufen sind internationale Trainings im Vorfeld unverzichtbar. Besonders für unsere Rettungshundeteams ist der internationale Erfahrungsaustausch durch gemeinsame Trainings mit unterschiedlichen Rettungshundeeinheiten wichtig.

Um den internationalen Austausch zu befördern lud @fire zum Search-Wochenende auf das Trümmergelände des BRH in Malchin. Dieses Gelände bot den Rettungshundeteams aus 5 Nationen die idealen Gegebenheiten um ihre zur Ortung von Verschütteten nach Erdbeben unerlässlichen Fähigkeiten weiter zu entwickeln.

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Ausbildungmodul „Shoring“ (Abstützen) in Lampferding

shoring

Am vergangenen Wochenende führten wir das Modul „Abstützen“ auf dem Gelände der MHW Katastrophenschutzschule in Lampferding (LK Rosenheim) durch. Das Abstützen von Gebäuden ist eine wesentliche Komponente der USAR-Ausbildung: Zugänge und Fluchtwege, sowie Gebäudeteile müssen unter Umständen gesichert werden, um eine Ortung und Rettung von Verschütteten zu ermöglichen. Inhaltlich wurden Grundlagen vermittelt: Umgang mit Gerät, Aufbau der Einsatzstelle (Aufmaß/ Montage, Logistik / Schnittplatz), sowie die „Grundformen“: Lotrechte Stütze, Schwelljoch, Stützbock, Stützstrebe, Schrägabstützung sowie Aussteifen eines Fensterrahmens.

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Spürnasen bei der Internationalen Deutschen VDH-Meisterschaft des Rettungshundesports

Rettungshunde

Die besten Spürnasen Deutschlands trafen sich vom 06. bis 08. Mai 2016 im nordrhein-westfälischen Herne beim SV OG Wanne-Nord e.V zur Internationalen Deutschen VDH-Meisterschaft Rettungshundesport. Unter den Teilnehmern befanden sich auch die @fire-Teams Annette Köhler mit ihren beiden Hündinnen Phoebe und Alice sowie Lars Prößler und sein Hund Pollux.

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Teilnahme an Deutscher Rettungshundemeisterschaft

Rettungshunde

Vom 05.05 bis 8.05 findet in Herne (NRW) die Deutsche Rettungshundemeisterschaft statt, bei der neben Teams aus ganz Deutschland auch Rettungshunde von @fire zusammen mit ihren Hundeführern ihr Können in der Trümmersuche beweisen werden.

Bei der Trümmersuche handelt es sich um die Suche nach eingeklemmten und/oder verschütteten Personen in eingestürzten Gebäuden nach z.B. einen starken Erdbeben. Unsere speziell ausgebildeten Trümmersuchhunde riechen dabei nach lebender menschlicher Witterung in den Trümmern. Dabei können sie abhängig von den Trümmern Personen noch bis in eine Tiefe von zehn Metern unter den Trümmern riechen und durch bellen anzeigen. Somit bilden Rettungshunde ein wichtiges und vor allem schnelles Einsatzmittel nach Naturkatastrophen. Im sportlichen Bereich wie auch im Einsatz kommt es vor allem auf die Harmonie im Hund-Mensch-Team an. Nur ein gut ausgebildetes und gut eingespieltes Suchteam kann im Sport und im Einsatz erfolgreich sein.

@fire-Team kehrt nach fünf Tagen Such- und Rettungseinsatz nach Deutschland zurück

Team am Flughafen

Nachdem das @fire-Team fünf Tage die Trümmer in Kathmandu und Umgebung nach Verschütteten durchsucht hat und durch Erkundungsaufträge für die UN wichtige Informationen zur humanitären Lage vor Ort sammeln konnte, kehrte das Team am 03.05.2015 nach Deutschland zurück.

Von der Einsatzleitung vor Ort wurde am Freitag entschieden die Such- und Rettungsarbeiten in den Trümmern einzustellen. Somit konnten die Pläne für die Rückreise des @fire Teams umgesetzt werden.

Am Samstag haben die Mitglieder des Einsatzteams Kathmandu in Richtung Delhi verlassen und sind heute Morgen in Frankfurt wohlbehalten gelandet, wo sie von einer @fire-Delegation und den Familien in Empfang genommen wurden. Nach einer Einsatznachbesprechung schilderten die sechs Mann auch der Presse ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus Nepal.

Die Arbeit in der Katastrophenregion in Nepal geht aber jetzt mit unserem Kooperationspartner HELP - Hilfe zur Selbsthilfe weiter. Auch mit der Hilfe unserer Erkundungsergebnisse leistet Help nun langfristige Aufbauhilfe.