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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

@fire-Team bekämpft Feuer in Abacas

Bericht über die @fire Mission Portugal 2014 – 02.09.14

Strahlender Sonnenschein begrüßte die Mitglieder des @fire Teams auch am 02.09.14. Morgens ging es zum gemeinsamen Training und Erfahrungsaustausch in die Kaserne des Infanterieregiments 13, das Unterstützungseinheiten für die Waldbrandbekämpfung stellt.

Nach dem Mittagessen hatte die Stadtverwaltung einen Besuch im Douro-Tal organisiert, der Gegend, in der der weltbekannte Portwein gekeltert wird. Auf dem Weg zu einem Aussichtspunkt über die Terrassen des Tales klingelt plötzlich das Telefon des Verbindungsmannes der Feuerwehr. Direkt an der Fahrtstrecke des Teams in 1km Entfernung wurde ein Feuer gemeldet.

Nach sehr kurzer Fahrt erreichte das Team als erstes und vor allen Einheiten aus der Stadt die Einsatzstelle. Das Feuer war aus ungeklärter Ursache in einem Tal unterhalb einiger Häuser in der Nähe der Ortschaft Abacas ausgebrochen und lief bergauf auf die Häuser zu. Der Einsatzleiter Detlef Maushake fuhr mit einem Anwohner den steilen Weg zum Feuer hinunter, um die Lage zu beurteilen. Gleichzeitig machte sich das Team schnellstmöglich einsatzbereit, um das Feuer unterhalb zu begrenzen. Mit Hilfe einer Schlauchleitung, Wasserrucksäcken und Handwerkzeugen wurde der Angriff gestartet. 10 Minuten nach uns traf die Helikoptereinheit der Nationalgarde ein und übernahm die gegenüberliegende Flanke des Feuers, der Hubschrauber unterstützte mit Wasserabwürfen. Trotz aller Bemühungen lief das Feuer, durch auffrischenden Wind und die Sonneneinstrahlung begünstigt, den gegenüberliegenden Hang hoch und bedrohte die Strasse. Die Feuerwehren aus Vila Real Cruz Branca und Cruz Verde sowie Einheiten aus Sabrosa, Fontes, Regua und Alijo konnten die Flammen auf der Strasse glücklicherweise anhalten, um die Waldstücke oberhalb und weitere Häuser zu schützen.

Zusätzlich zu den Feuerwehren wurden die beiden in Vila Real stationierten Wasserflugzeuge und eine weitere Helikoptereinheit der Nationalgarde alarmiert. Mit den gesammelten Kräften der Feuerwehren, der Luftfahrzeuge und @fire gelang es das Feuer knapp unter einem Hektar zu begrenzen. Umfangreiche Nachlöscharbeiten schlossen sich an. Alle Feuerwehrleute traten den @fireianern mit den Worten „muito obrigado“ (Vielen Dank) für die Unterstützung und die guten Erstmaßnahmen gegenüber. Bei den Nachlöscharbeiten wurde bunt gemischt gemeinsam gearbeitet mit Schläuchen und Kräften von Feuerwehr und @fire immer mit dem Ziel dem Feuer den Garaus zu machen.

Im Einsatz trafen die Kräfte von @fire auf alte Bekannte aus den Vorjahren, und da die Weinprobe ausfiel dankte uns die Bevölkerung mit Weintrauben frisch von der Rebe.

Eine Einladung der örtlichen Feuerwehr von Sabrosa auf ein Getränk wurde ausgesprochen, mußte aber aufgrund eines erneuten Feuers nahe der Ortschaft Gache in der Nacht auf den Folgetag verschoben werden. Bei diesem Feuer stand das Team von @fire in Bereitschaft, wurde aber nicht eingesetzt, da die steigende Feuchtigkeit und die kühleren Nachttemperaturen auf der Seite der Feuerwehrkräfte standen. Nach fast 7 Stunden Einsatz und einer wohlverdienten Dusche ging es ab in die Zelte im Feuercamp.