Am Donners­tag­abend, 18. August 2022, sind die 65 Kräfte der Wald­brand­ein­heit mit ihren 20 Fahr­zeu­gen von ihrem Einsatz im Südwes­ten Frank­reichs erschöpft, aber gesund zurückgekehrt.

„Der Einsatz war sehr anstren­gend, aber auch sehr erfolg­reich und am wich­tigs­ten ist, dass alle Einsatz­kräfte wohl­be­hal­ten zurück sind“, sagt Jochen Stein, Leiter von Feuer­wehr und Rettungs­dienst der Stadt Bonn, die den Einsatz der Einheit koordinierte.

Die Helfer der Feuer­weh­ren Bonn, Düssel­dorf, Königs­win­ter, Lever­ku­sen, Ratin­gen, Kräfte aus Nieder­sach­sen, Fach­be­ra­ter der Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen „@fire“ und eine Versor­gungs­ein­heit der Johan­ni­ter waren in der Nacht zum 11. August zu ihrer Mission südlich von Bordeaux gestar­tet. Vor Ort galt es, bei einem ausge­dehn­ten Wald­brand nach Einwei­sung durch die örtli­chen Behör­den bei hohen Außen­tem­pe­ra­tu­ren eine Ausbrei­tung der Flam­men zu verhin­dern. So wurden in unweg­sa­men Gelände insbe­son­dere Brand­nes­ter abge­löscht, Gebäude geschützt und Brand­schnei­sen ange­legt. Eine Wette­rän­de­rung mit Nieder­schlä­gen und nied­ri­ge­ren Tempe­ra­tu­ren ermög­lichte nun, dass die Einheit etwas früher als ursprüng­lich geplant aus dem Einsatz zurück­keh­ren konnte. 

Die deut­schen Kräfte erfuh­ren vor Ort in Frank­reich für ihre Hilfe von Seiten der örtli­chen Behör­den sowie der Bevöl­ke­rung eine hohe Wert­schät­zung. Mit der schweiß­trei­ben­den Arbeit konn­ten die Feuer­wehr­leute neben weite­rer Hilfe aus ande­ren euro­päi­schen Ländern einen wich­ti­gen Beitrag zur Eindäm­mung des großen Wald­bran­des leis­ten. Durch die gewon­ne­nen Erfah­run­gen, die an den Stand­or­ten auch an die ande­ren Einsatz­kräfte weiter­ge­ge­ben werden, entsteht darüber hinaus ein unmit­tel­ba­rer Mehr­wert für die Feuerwehren.

Hinter­grund

Die bislang einzige deut­sche Einheit zur boden­ge­bun­de­nen Vege­ta­ti­ons­brand­be­kämp­fung unter Einbe­zie­hung von Lösch­fahr­zeu­gen (offi­zi­ell: Ground Forest Fire Figh­t­ing using Vehi­cles, GFFF-V), die im euro­päi­schen Kata­stro­phen­schutz­ver­fah­ren gemel­det ist, wurde dazu aufge­stellt, bei großen Vege­ta­ti­ons­brän­den die örtli­chen Einsatz­kräfte zu unter­stüt­zen. Nach Grün­dung der Einheit 2019 war es nach der Hilfe bei Vege­ta­ti­ons­brän­den am Pele­pon­nes im August 2021 nun in Frank­reich der zweite Einsatz für die spezi­ell geschul­ten Kräfte. Die Ausbil­dung des Moduls erfolgte in Koope­ra­tion mit @fire und der Bundes­aka­de­mie für Bevöl­ke­rungs­schutz und Zivile Vertei­di­gung (BABZ) des Bundes­am­tes für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hilfe (BBK).